A

Abrasion

Eine physiologische oder pathologische Abkauung der Zähne bezeichnet man als Abrasion. Diese wird durch häufiges Zähneknirschen oder Pressen ausgelöst und findet oft nachts während des Schlafes statt.

Abszess

Ein Abszess ist eine Eiteransammlung, die durch Bakterien herbeiführt wird. Durch Reinigung der Zahnfleischtasche, Aufbohren des Zahnes oder Abtötung der Bakterien wird der Abszess bekämpft. Hierzu wird der Abszess häufig gespalten.

Adhäsivbrücke

Weitere Bezeichnungen sind auch Klebebrücke, Flügelbrücke oder Schmetterlingsbrücke. Diese festsitzende Restauration wird durch Ätztechnik unter hoher Schonung der Zahnhartsubstanz auf die Flächen der Zähne neben der Zahnlücke geklebt.

Adhäsivtechnik

Diese Technik, auch Ätztechnik genannt, wird beim Einsetzen von weißen Füllungen und beim Befestigen von Zahnersatzarbeiten angewandt. Zwischen dem Zahn und dem Füllungsmaterial entsteht hierdurch ein fester Verbund.

Air-Flow®-System

Dieses System – auch air polishing-System genannt – entfernt mit Hilfe von Pulverstrahlen Genuss- und Nahrungsmittelverfärbungen, wie etwa Nikotin, Tee, Kaffee oder Rotwein auf den sichtbaren Zahnflächen. Dabei wird Salz in Pulverform einem Luft-Wasser-Gemisch beigegeben, welches unter Druck steht. Dieses Gemisch ist auf die Zahnhärte abgestimmt und greift den Zahnschmelz nicht an.

Akupunktur

Die bekannteste Methode der traditionellen chinesischen Medizin, bei der mit dünnen Nadeln in genau festgelegte Punkte der Körperoberfläche gestochen wird.

Amalgam

Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber mit anderen Metallen. In der Zahnmedizin wird Amalgam als Füllungsmaterial bei Zahnschäden durch Karies bei den nicht sichtbaren Backenzähnen gebraucht. Kosten für die Amalgamfüllungen werden von der Krankenkasse übernommen – sie gelten als medizinisch ausreichend und wirtschaftlich günstig.

Aminfluorid

Diese spezielle organische Flouridverbindung mineralisiert und schützt die Zähne. Somit werden Säureangriffe – auch in engen Zahnzwischenräumen – abgewehrt, vor Karies geschützt und der Zahnschmelz gehärtet.

Ankerzahn

Als Befestigung von Brücken und Prothesen können gesunde, stabile und körpereigene Zähne dienen.

Aphten 

griech. Schwämmchen; Kleine schmerzhafte Erosionen der Zahnfleisch-Schleimhaut, Mundhöhle oder Zunge. Es zeigt sich ein weißlicher Belag und ein entzündlicher Randsaum.

Aplasie

Fehlbildung des Zahnschmelzes in Form oder Farbe.

Apparatur

Als Apparatur werden herausnehmbare oder festsitzende Zahnrestaurationen oder kieferorthopädische Vorrichtungen bezeichnet.

Approximalfläche

Bezeichnung für die Seiten- oder Berührungsfläche zweier Zähne. Häufig ist es schwierig, zwischen den Zähnen eine optimale Reinigung durchzuführen, weswegen hier oft Karies und Zahnfleischerkrankungen entstehen. Bezeichnung für die Seiten- oder Berührungsfläche zweier Zähne. Häufig ist es schwierig, zwischen den Zähnen eine optimale Reinigung durchzuführen, weswegen hier oft Karies und Zahnfleischerkrankungen entstehen.

Aufbaufüllung

Eine Aufbaufüllung oder ein Stumpfaufbau ist die Füllung unter einer Krone. Sie soll das Innere des Zahnes kräftigen oder zur Materialersparnis des Ersatzzahnstückes führen. Weiterhin wird der Halt der Krone auf dem präparierten Zahnstück verbessert.

B

Bassmethode

Bei dieser Zahnputztechnik wird die Zahnbürste mit kleinen Rüttelbewegungen bewegt. Dadurch ist es möglich, Plaque an den Problemzonen des Zahnes besser zu beseitigen. Dabei sollte der Anpressdruck nur so hoch sein, dass sich die Enden der Borsten leicht umbiegen. Diese Methode kann sowohl bei gesundem Zahnfleisch als auch bei Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) gebraucht werden.

BEL

Bundeseinheitliches Verzeichnis der abrechnungsfähigen zahntechnischen Leistungen (z. B. Zahnersatz) bei gesetzlich versicherten Patienten.

Belag

Auf der Zahnoberfläche bilden sich leicht Verunreinigungen. Man kann hier zwischen weichen (Plaque) oder harten Belägen (Zahnstein) unterscheiden.

BEMA

BEMA ist der Bewertungsmaßstab für kassenärztliche Leistungen und dient damit als Grundlage zur Abrechnung zwischen Zahnärzten und Krankenkassen.

Bioverträglichkeit

Die Bioverträglichkeit gibt Aufschluss über die Gewebeverträglichkeit eines in den Körper eingesetzten Werkstoffes, wie etwa von Zahnersatzmaterialien oder auch Implantaten. Bei keramischen Werkstoffen und Titan ist die Bioverträglichkeit sehr hoch. Vor der Anwendung beim Menschen muss bei den Produkten eine Biokompatibilitätsprüfung nach festgelegten ISO-Normen stattfinden.

Bleaching 

Beim Bleichen der Zähne wird durch eine chemische Behandlung der Zahnschmelz aufgehellt.

Bonding

Bondings sind Zahnhalsfüllungen, mit denen kleine Schönheitsfehler an den Schneidezähnen ausgeglichen werden. Dafür wird der Zahnschmelz angeätzt und mit einem zahnfarbenen Kunststoff bestrichen. Hauptsächlich dienen Bondings dazu, abgesplitterten Zahnschmelz aufzufüllen, kleine Ecken anzusetzen oder die Zahnfarbe zu verbessern.

Bonusheft

Ein Bonusheft ist beim Zahnarzt für jeden Kassenpatienten erhältlich. Hier werden die Kontrolluntersuchungen, die mindestens einmal jährlich stattfinden sollten, eingetragen. Bei regelmäßigen Eintragungen im Bonusheft hat der Patient einen höheren Zuschussanspruch auf Zahnersatz von der Krankenkasse. Wird das Bonusheft über fünf Jahre regelmäßig geführt, liegt der Zuschuss bei 60%, bei zehn Jahren bei 65%.

Brackets

Eine feste Zahnspange wird vom Kieferorthopäden mit so genannten Brackets durch eine spezielle Klebetechnik an der Oberfläche des Zahnes befestigt.

Brücke

Fehlt ein Zahn, wird häufig eine Brücke, ein festsitzender Zahnersatz, eingesetzt, welche an vorhandenen Zähnen, den so genannten Brückenankern, befestigt wird. Diese müssen dazu vorher angeschliffen werden. Das Brückengerüst besteht oft aus einem Edelmetall, welches mit einer zahnfarbenen Keramikmasse verblendet werden kann und so echten Zähnen täuschend ähnelt.

Bruxismus

Bezeichnung für das Zähneknirschen durch den unbewussten Zahnkontakt mit Kaubewegungen oder Pressphasen. Kann zu einer Abnutzung der Zähne oder Kiefergelenkschäden führen. Wenn diese Bewegungen bewusst durchgeführt werden, nennt man dies Bruxomanie.

C

Chlorhexidin

Antibakteriell wirkende Substanz im Mundwasser, die Bakterien sowie einige Pilze und Viren bekämpft.

D

Dazzler

Zahnschmuck, meist hergestellt aus Goldfolie. Sie werden mit Hilfe der Ätztechnik auf den Zahn geklebt.

Demineralisation

Durch Säuren werden am Zahnschmelz Mineralien herausgelöst, es kommt zur Entkalkung. Ist dieser Prozess zu stark, kommt es am Zahn zu Schäden, wie etwa Karies.

Dentalfluorose 

Zahnkrankheit, die durch eine langfristige Überdosierung von Fluorid vor dem Zahndurchbruch bestand. Da Kleinkinder oft einen Teil der Zahnpaste verschlucken, sollte hier eine Kinderzahnpasta mit niedrigem Fluoridgehalt (bis ca. 500 ppm) verwendet werden. Wenn im Alter von etwa sechs bis acht Jahren regelmäßig zu viel Fluorid eingenommen wurde, entsteht diese Dentalfluorose auch an bleibenden Zähnen. Es kommt erst zu weißlichen Linien oder Flecken auf dem Zahnschmelz, kann aber dann zu fleckigen Verfärbung oder Erosionen besonders der bleibenden Zähne führen.

Dentalphobie

Die Angst vor dem Zahnarztbesuch.

Dentin

Dentin ist ein knochenähnlicher Stoff – auch Zahnbein genannt – aus dem die Hauptmasse des Zahnes besteht. Er ist weicher als Zahnschmelz, aber härter als Knochen. Die so genannten Dentinkanälchen führen von der Pulpa bis zum Zahnschmelz. In den Kanälchen wiederum befinden sich zahlreiche Nervenenden. Ist der Dentin durch Karies beschädigt, wird hier der Reiz aufgenommen, welcher zu schmerzhafter Überempfindlichkeit der Zähne führen kann.

Dentinkaries

Wenn Karies sich vom Schmelz ins Dentin ausbreitet, wird dieser durch die Kanälchenstruktur schnell direkt zum Zahnmark transportiert. Da freiliegende Zahnhälse keine schützende Schmelzschicht haben, sind sie besonders kariesgefährdet.

Desensibilisierung

Durch die chemische Behandlung von defekten Stellen der Zähne wird die Schmerzempfindlichkeit eingedämmt.

DGZMK

Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Die wissenschaftliche Vereinigung der deutschen Zahnärzte.

E

Eckzähne

Eckzähne sind die größten Frontzähne und liegen zwischen den Schneide- und den Backenzähnen.

Einlagefüllung

Die fehlende Zahnsubstanz wird durch eine feste Einlagefüllung (auch Inlay oder Gussfüllung) ersetzt. Diese werden entweder aus einer Metall-Legierung gegossen oder aus Keramik oder Kunststoff hergestellt.

Einzelzahnimplantat

Ein fehlender Zahn wird durch ein Implantat ersetzt.

Elongation

Durch einen fehlenden gegenüberliegenden Zahn verlängern sich Zähne oder wachsen aus ihrem Zahnfach heraus. Damit eine richtige Kaufunktion erhalten bleibt, muss der Zahn abgeschliffen und der fehlende Zahn ersetzt werden.

Empfindliche Zähne

Schmerzen bei Saurem, Süßem, Kaltem oder Warmem: sie entstehen häufig dadurch, dass im Bereich der Zahnhälse das Dentin nicht vom Schmelz bedeckt ist und die Dentinkanälchen somit offen liegen.

Endodontie

Dies ist die Behandlung des Wurzelkanals, die durchgeführt wird, wenn die Pulpa infiziert oder entzündet ist. Der Wurzelkanal wird dabei gereinigt und erweitert, anschließend gefüllt und abgedichtet. Somit wird die Zahnwurzel wieder hergestellt.

Erosion

Durch Säureangriffe am Zahnschmelz kommt es zu einem Verlust an Zahnsubstanz. Dazu kommt es durch häufigen Genuss von Fruchtsäuren, vor allem durch Säfte, oder auch häufiges Erbrechen, z. B. in der Schwangerschaft oder bei Ernährungsstörungen.

Extraktion

Bei der Extraktion werden Zähne mit Hilfe von Zahnzangen oder Hebeln entfernt.

F

Festzuschuss

Zuschüsse von der Krankenkasse für medizinisch notwendige Versorgungen, die festgelegten Befunden entsprechen.

Fissur

Hügelige Oberflächenbeschaffenheit mit engen Spalten auf den Kauflächen der Backenzähne.

Fissurenversiegelung

Häufig ist es schwierig, aus den Fissuren bakterielle Zahnbeläge ganz wegzuputzen und so bildet sich oft Karies. Um dies zu verhindern, werden bei der Fissurenversiegelung die Spalten mit Kunststoff aufgefüllt – somit können sich Zahnbeläge nicht mehr so leicht ansammeln und das Putzen fällt deutlich leichter. Da frisch durchgebrochene Zähne besonders kariesgefährdet sind, empfiehlt sich die Fissurenversieglung vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Floss

Siehe auch Zahnseide.

Fluorid

Fluoride lagern sich im Zahnschmelz ein und stärken dadurch die Widerstandskraft bei Säureangriffen.

Frontzähne

Schneide- und Eckzähne werden als Frontzähne bezeichnet.

Füllung

Füllungen werden in durch Karies zerstörte Zähne als Ersatz für die fehlende Zahnsubstanz gegeben.

G

Galvanokrone

Bei dem so genannten galvanischen Verfahren wird ein Metallgerüst aus reinem Gold hergestellt. Diese hochwertige Versorgungsform bietet neben einer ausgezeichneten Passgenauigkeit beste kosmetische Resultate, gute Verträglichkeit und lange Haltbarkeit. Die Verblendung erfolgt mit zahnfarbener hochwertiger Keramik.

Gebiss

Die Gesamtheit der Zähne im Ober- und Untergebiss. Dabei besteht das Milchzahngebiss aus 20 und das bleibende Gebiss aus maximal 32 Zähnen.

Geschiebe

Bei einem Geschiebe werden jeweils eine Pass- und eine Hohlform ineinander geschoben. Diese Verbindung bildet den herausnehmbaren Zahnersatz.

Gingiva

Bezeichnung für Zahnfleisch.

Gingivaltasche

Zahnfleischtasche zwischen Zahn und Zahnfleisch, die zu Entzündungen führen kann.

Gingivarezession

Zahnfleischrückgang.

Gingivitis

Zahnfleischentzündung, die durch Bakterien der Plaque ausgelöst wird, welche sich in der Zahnfleischtasche (Gingivaltasche) abgelagert haben. Eine Zahnfleischentzündung ist leicht an der starken Rötung und der Blutung bei Druckkontakt erkennbar. Durch vollständige Entfernung der Plaque ist die Gingivitis heilbar. Falls sie nicht kuriert wird, kann sie leicht in eine Parodontitis mit Abbau der Knochensubstanz übergehen.

Glossitis

Akute, chronische Entzündung der Zungenschleimhaut.

GOZ

Gebührenordnung für Zahnärzte, die für die nicht kassenärztlichen Leistungen gilt. Die kassenärztlichen Leistungen finden Sie in der BEMA.

Gussfüllung

Füllungsart für die Backenzähne (auch Inlay oder Einlagefüllung), deren Grundlage oft eine Goldlegierung ist.

I

Implantat

Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus reinem Titan. Es ersetzt die natürliche Zahnwurzel des fehlenden Zahnes und verwächst schließlich mit dem Kieferknochen. Auf der künstlichen Zahnwurzel werden dann Brücken oder Einzelkronen verankert.

Implantologie

Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmäßig mit zahnärztlichen Implantaten beschäftigt.

Individualprophylaxe

Auch professionelle Zahnreinigung genannt. Da sich mit der Zahnbürste und Zahnseide nicht immer alle Zahnbeläge restlos entfernen lassen, empfiehlt es sich von Zeit zu Zeit eine Individualprophylaxe bei Ihrem Zahnarzt durchführen zu lassen. Es ist allerdings eine Behandlung, deren Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

Infiltrationsanästhesie

Durch einen oder mehrere Stiche wird das Gebiet um den zu behandelnden Zahn fächerförmig infiltriert und somit betäubt.

Inlay

Inlays sind Einlagefüllungen, die aus Gold oder Keramik bestehen. Sie werden im zahntechnischen Labor hergestellt und dienen der Versorgung größerer Schäden im Zahn. Sie sind grundsätzlich Privatleistungen, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse unterstützt werden. Inlays sind dabei von der Zahnsubstanz umgeben und zeichnen sich durch maximale Stabilität, Lebensdauer und Bioverträglichkeit aus.

Interdental

Zahnzwischenraum.

Interdentalbürsten

Für die schwer zugänglichen Zahnzwischenräume wird ein kleines Bürstchen, auch Zahnzwischenraumbürste, benutzt.

Interimprothese

Eine Prothese, die bis zur Fertigstellung der endgültigen Prothese eingesetzt wird, um zu verhindern, dass der Zahn \"wandert\".

Inzisivus

Schneidezahn.

J

Jacketkrone

Wird auch Mantelkrone, Vollkeramikkrone oder Porzellankrone genannt und besteht aus einer keramischen Masse. Die Jacketkrone wird ohne ein Metallgerüst im Frontzahnbereich angebracht und umgibt die Zahnkrone bis zum Zahnfleischrand.

K

KAI-Methode

Mit dieser Methode wird eine einfache Zahnputzmethode, die für Kinder empfohlen wird, dargestellt. Erst werden die Kauflächen gebürstet, dann die Außenflächen der Zähne und schließlich die Innenflächen.

Kalzium

Dieses Mineral kommt natürlicherweise im Speichel vor und sorgt zusammen mit Fluorid für die Remineralisierung des Zahnschmelzes.

Kalziumflourid

Schwerlösliche chemische Verbindung, die sich auf der Oberfläche des Zahnes nach der Verwendung von Zahnpflegemitteln bildet, in denen Fluorid enthalten ist. Sie dient als eine Art Schutzschild vor Säureangriffen.

Karies

Die Zahnhartsubstanzen, wie Schmelz oder Dentin, werden durch den Abbau von Zucker zu Säuren durch Bakterien im Belag entkalkt oder aufgelöst. Dadurch kann Karies, Zahnfäule oder das so genannte "Loch im Zahn" entstehen. Fortgeschrittene Kariesschäden müssen vom Zahnarzt durch Aufbohren und anschließender Füllung behandelt werden.

Kariogenität

Die Kariogenität ist das Vermögen eines Nahrungsmittels, Karies herbeizuführen.

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung

KZBK: Zusammenschluss aller kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV).

Kaufläche

Oberseite der Backenzähne, ausgestattet mit Fissuren und Höckern zur Nahrungsverkleinerung.

Kauterisation

Verödung von Gewebe durch die Einwirkung von Hitze, z. B. durch Laserstrahlen oder elektrische Aufheizung.

Kavität

Bei Vorkommen von Karies wird die kariöse Zahnhartsubstanz entfernt und die Stelle für die Aufnahme einer Füllung vorbereitet. Diese systematische Präparierung des Defekts wird Kavität genannt.

Keramik

Laut dem heutigen Stand der Technik kommt Keramik als Füllmaterial der natürlichen Zahnsubstanz am nächsten. Weiterhin ist Keramik biologisch sehr gut verträglich und verändert weder das Mundmilieu, noch wird selbst davon beeinflusst. Durch Anwendung der Adhäsivklebetechnik wird die gesunde Zahnsubstanz eigentlich komplett erhalten. Somit ist eine besonders substanzschonende Versorgung gegeben.

Kofferdam

Dieser Spanngummi wird vom Zahnarzt an den Zähnen mit Klammern befestigt, um den Arbeitsbereich frei von Speichel zu halten.

Komposit

Ein Komposit besteht aus einer Mischung von Glas- und Quarzteilchen mit einem speziellen Kunststoff als Bindemittel. Diese wird dann in die Kavität geklebt und anschließend mit einer Speziallampe gehärtet.

Konuskrone

Mit Hilfe von konischen Teilen wird die Befestigung von herausnehmbarem Zahnersatz unterstützt.

Krone

Die natürliche Zahnkrone ist der sichtbare Teil des Zahns, der mit Zahnschmelz überzogen ist. Weiterhin gibt es die künstliche Krone, die zum Tragen kommt, wenn ein Zahn teilweise defekt ist oder nicht mehr gefüllt werden kann. Sie besteht aus Keramik, Kunststoff oder Metall und ersetzt als hülsenartige Auflage die natürliche Zahnkrone.

Kürettage

Mit Spezialinstrumenten (Küretten) wird die Zahnwurzel gereinigt und geglättet.

L

Laminate

siehe Veneer.

Laser

Durch einen dicht gebündelten, kalten Lichtstrahl mit schwacher Energie wird krankes Gewebe weitgehend antientzündlich und schmerzarm bestrahlt.

Läsion

Zahnverletzungen durch Karies werden auch Läsionen genannt.

Legierung

siehe Amalgam.

Luxation

Der Zahn wird aus seinem Zahnfach gelöst – entweder ungewollt durch einen Unfall oder beabsichtigt durch die Ziehung des Zahnes.

M

Metallkeramik

Metallgerüste werden mit dieser speziellen Keramik verblendet.

Milchsäure

Dieses Stoffwechselprodukt entkalkt den Zahn und kann Karies auslösen. Es entsteht durch Milchsäurebakterien aus Zucker. Ist auch in Sauerkraut oder saurer Milch enthalten.

Milchzähne

Die ersten Zähne im sogenannten Milchgebiss. Da ihr Zahnschmelz nur etwa 1 mm beträgt, sind sie anfälliger für Karies.

Modellgussprothese

Diese Art des Zahnersatzes auf Metallbasis ist mit Klammern an den Zähnen im Mund befestigt und somit auch herausnehmbar. Sie wird in einem Stück in Metall gegossen.

Molaren

Bleibende mehrhöckerige Backenzähne, auch Mahlzähne genannt.

Mundhygiene

Tägliche Pflegemaßnahme zur Entfernung von Speiseresten und bakteriellen Zahnbelägen aus der Mundhöhle. Dazu werden Zahnbürsten, Zahnpasta, Mundspüllösungen, Zahnseide, Zahnhölzer oder Zahnzwischenraumbürsten verwendet.

N

Narkose

Bei einer Zahnbehandlung wird kaum eine Vollnarkose angewandt. In seltenen Fällen kommt dies bei Kindern oder Angstpatienten vor.

O

Oberflächenanästhesie

Eine Art der Betäubung ohne Spritze. Dabei wird die Mundschleimhaut mit dem betäubenden Medikament benetzt. Häufig wird diese Methode vor der Anwendung der Spritze benutzt.

Odontologie

Zahnlehre

Offener Biss

Im Vorder- oder Seitenzahnbereich besteht kein Kontakt. Die Hauptursachen dafür liegen oft im Lutschen über das Säuglingsalter hinaus.

Onlay

Bei einem Onlay wird die ganze Kaufläche inklusive der Zahnhöcker von Metall oder Keramik überlagert. Als Materialien stehen Gold und Keramik zur Verfügung.

Oral

Den Mund betreffend.

Orthodontie

Begriff aus der Kieferorthopädie: Regulierung von Zahnfehlstellungen durch die Anwendung von festsitzenden Apparaturen.

Overlay

Eine weitere Variante für Zahnfüllungen sind sogenannte Overlays, welche den Zahn weitgehend abdecken. Eine Alternative dazu ist die Teilkrone.

P

Papillen-Blutungs-Index

Diese Untersuchung wird angewandt, um die Tiefe der Zahnfleischtaschen zu messen, den Umfang der unsichtbaren Konkremente zu ertasten und dabei festzustellen, ob eine Zahnfleischentzündung vorliegt. Je tiefer die Zahnfleischtasche ist, umso weiter ist die Erkrankung schon fortgeschritten.

Paradontal

Das Zahnbett (Parodontium) betreffend.

Parodontaler Screening Index

Auch PSI genannt: Mit dieser Vorsichtmaßnahme, die seit 2004 über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden kann, wird geprüft, wie weit sich der Knochen am Zahn zurückgebildet hat. Durch das Ergebnis wird dann entschieden, ob der Zahn erhalten werden kann oder gezogen werden muss.

Parodontose

Bei dieser Krankheit handelt es sich um eine entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates (Parodont). Neben Karies ist Paradontose (Zahnfleischbluten) die meistverbreitete Zahnerkrankung. Dabei ist es eigentlich keine Erkrankung des Zahnes selbst, sondern des Zahnfleisches, also eine Gingivitis. Greift diese allerdings auf das Zahnbett über, entsteht eine Parodontitis. Wenn das Zahnfleisch sich zurückzieht, nennt man das Parodontosis. Häufig führt dies dann zum Zahnverlust.

Plaque

Dieser zähe Belag setzt sich auf den Zahnoberflächen, in den Zahnzwischenräumen, in den Fissuren der Backenzähne und entlang dem Zahnfleischrand fest und fühlt sich dann mit der Zunge rau und pelzig an. Plaque besteht größtenteils aus Bakterien, wobei 1 mg Plaque schon 250 Millionen davon enthalten. Man kann Plaque durch gründliches Zähneputzen entfernen. Geschieht dies nicht, kann sich Zahnstein bilden, der vom Zahnarzt entfernt werden muss. Weitere Folgen können Karies, Gingivitis oder Parodontitis sein.

Prämolaren

Die vorderen, bleibenden Backenzähne mit jeweils zwei Kauhöckern.

Präparation

Beschleifen eines Zahns.

Prothese

siehe Interimprothese.

Pulpa

Bezeichnung für das Weichgewebe im Inneren des Zahns, welches Nerven und Blutgefäße enthält.

Pulpitis

Zahnmarkentzündung

Q

Quadrant

Das menschliche Gebiss ist in vier Bereiche, so genannte Quadranten aufgeteilt. 1. Quadrant = rechte Hälfte des Oberkiefers 2. Quadrant = linke Hälfte des Oberkiefers 3. Quadrant = linke Hälfte des Unterkiefers 4. Quadrant = rechte Hälfte des Unterkiefers.

Quecksilber

Quecksilber ist ein giftiges und bei Zimmertemperatur flüssiges Edelmetall. Elementares Quecksilber wird zur Herstellung von Amalgamfüllungen verwendet.

R

Radix

Die Zahnwurzel.

Randschluss

Die Füllungsränder liegen nahtlos an den Kavitätenwänden an. Ist der Randschluss fehlerhaft, kann es zu sogenanntem Randkaries kommen.

Randspalt

Bezeichnet den Raum zwischen der Füllung und dem Zahn. Wenn hier Karies entsteht, wird sie Sekundärkaries genannt.

Remineralisation

Durch die Wiedereinlagerung von Mineralien in den angegriffenen Zahnschmelz wird dieser wieder repariert. Dieser Prozess wird durch die Verwendung von fluoridhaltigen Pflegeprodukten unterstützt.

Replantation

Wiedereinpflanzung des Zahnes.

Rezession

Durch das exzesive Putzen der Zähne kommt es hier zu einem Rückgang des Zahnfleisches ohne Entzündungssymptome.

S

Saccharose

Aus Glukose und Fruktose bestehender Haushaltszucker, welcher von den Bakterien des Zahnbelages zu Milchsäure abgebaut wird und schließlich Karies auslösen kann.

Säureätztechnik

Durch das Ätzen mit Säure wird an der Oberfläche des Zahnschmelzes ein zerklüftetes Muster geschaffen, um damit Keramikinlays und Kunststofffüllungen besser zu verankern.

Schneidezahn

Bezeichnung für die meist schaufel- oder meißelförmigen Vorder- oder Frontzähne, die uns zum Abbeißen dienen.

Solobürsten

Diese spezielle Bürste entfernt gezielt Bakterien an den vorderen und hinteren Flächen der Zähne. Dabei verletzt sie das Zahnfleisch nicht und verursacht keine Putzdefekte und Zahnhalsempfindlichkeiten.

T

Taschentiefe

Der Abstand zwischen dem oberen Zahnfleischrand und dem Taschenboden. Sind diese Taschen tiefer als zwei Millimeter sollten sie behandelt werden, da es sonst zu Zahnfleischentzündungen kommen kann. Siehe auch Gingivaltasche.

Teilkrone

Bei dieser Kronenart wird nur der nicht sichtbare Bereich des Zahnes beschliffen. Allerdings ist diese Variante nicht empfehlenswert bei einem kariesanfälligen Gebiss, da sonst die Gefahr der Entwicklung von Sekundärkaries sehr hoch ist.

Teilprothese

Wenn noch Zähne im Kiefer vorhanden sind, kann ein herausnehmbarer Zahnersatz auf Kunststoff- oder Metallbasis eingesetzt werden. Dieser wird durch Klammern oder Kronen an den noch vorhandenen Zähnen befestigt.

Teleskopkrone

Bei dieser Kronenvariante (Innenteleskop) wird eine Metallkrone als Schutz direkt auf den Zahn gesetzt und mit einer zweiten Krone (Außenteleskop) überkront, die ihrerseits aus Metall, aber mit Kunststoff verblendet ist.

U

Uberkronung

Einen Zahn mit einer künstlichen Krone versehen.

Ulitis

Zahnfleischentzündung.

Unterfütterung

Bei einer Veränderung des Kiefers kann es dazu kommen, dass die Prothese nicht mehr richtig sitzt. In diesem Fall sollte eine Unterfütterung stattfinden, d. h. es sollte mit neuem Kunststoff ausgebessert werden.

V

Veneer

Verblendschale an der Zahnfront aus zahnfarbenem Kunststoff oder Keramik.

Verblendkrone

Der sichtbare Teil von Metallkronen wird mit zahnfarbener Keramik oder Kunststoff verblendet.

Verfärbung

Durch Farbstoffe aus Nahrungs- und Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Rotwein, Cola oder Tabak können Verfärbungen der Zahnfarbe erfolgen. Auch Krankheiten oder Medikamente können sich auf die Farbe der Zähne auswirken.

Versiegelung

Siehe auch Fissurenversiegelung.

Vestibulär

Der Teil der Mundhöhle, der zur Lippe oder zur Wange gewandt ist. Spricht man von einer vestibulären Verblendung, wurde nur der von vorne sichtbare Teil des Zahnes verblendet, der nach innen gewandte nicht.

Vitalexstirpation

Entfernung des lebenden Zahnnerves.

Vollprothese

Eine Vollprothese wird verwendet, wenn keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind. Sie ist herausnehmbar und wird durch einen Saugeffekt am Kiefer fixiert.

W

Weisheitszahn

Weisheitszähne sind die letzten oder hintersten Backenzähne (Molaren) im menschlichen Gebiss. Sie brechen etwa zwischen dem 16. und 24. Lebensjahr durch – aber nicht bei allen Menschen. Da die Weisheitszähne oft größer sind als der vorhandene Platz es zulässt, kann es zu Verschiebungen des Gebisses führen, so dass sie häufig entfernt werden müssen.

Wurzelbehandlung

Siehe Endotonie.

Wurzelkaries

Bei dieser Variante des Karies kann der gesamte Wurzelbereich befallen werden. Sie kann entstehen, wenn sich aus irgendeinem Grund (z. B. falsche Putztechnik, Verwendung harter Zahnbürsten) das Zahnfleisch zurückbildet und somit nicht mehr die gesamte Zahnwurzel bedeckt. Wurzelkaries kann zum Zahnausfall führen. Zur Vorbeugung sollten fluoridierte Zahnpflegeprodukte verwendet werden.

Wurzelspitzenresektion

Operativer Eingriff, bei welchem die Wurzelspitzen der Front- und Backenzähne entfernt werden.

Z

Zahnbelag

Siehe Plaque.

Zahnerhaltende Maßnahmen

Dieser Bereich der Zahnheilkunde befasst sich mit dem Erhalt der Zähne durch Verhütung von Krankheiten und entsprechenden Therapien (Prophylaxe, Füllungen, Inlays, Teilkronen, Kronen, Wurzelkanalbehandlungen). Ist der Zahn bspw. stark kariös, lohnt es sich meist trotzdem ihn zu erhalten. Selbst wenn einiges der Zahnsubstanz entfernt werden muss, ist ein eigener Zahn immer besser als ein Zahnersatz.

Zahnersatz

Unterschieden wird zwischen festsitzendem, herausnehmbarem und kombiniert festsitzendem und herausnehmbarem Zahnersatz. Die Thomas Voigt Dentaltechnik Gruppe stellt hochwertigen Zahnersatz aller Arten her.

Zahnfleischtaschen

Siehe Gingivaltaschen.

Zahnhalskaries

Siehe Dentinkaries.

Zahnschmelz

Der sichtbare Teil der Zähne wird als Schmelz oder Zahnschmelz bezeichnet. Falls dieser einmal beschädigt wurde, kann er nicht mehr ersetzt werden.

Zahnseide

Dieser Faden wird verwendet, um die Zwischenräume der Zähne zu reinigen. Auch Floss genannt.

Zahnstein

Zahnstein ist verkalkte Plaque. Diese entsteht, wenn sich Mineralstoffe aus dem Speichel in die Plaque einlagern. Häufig geschieht dies auf den Innenseiten der Schneidezähne und im Unterkiefer, da hier die Unterkieferspeicheldrüsen sitzen. Zahnstein kann mit der Zahnbürste nicht mehr weggeputzt werden – er muss vom Zahnarzt mechanisch entfernt werden.

Zahnwanderung

Durch den Verlust von Zähnen kann es zur Verschiebung der Nachbarzähne kommen. Diese bewegen sich Richtung der neuen Lücke, wodurch es auch zu größeren Lücken auf der anderen Zahnseite kommen kann.